Aus drei mach eins! So lautete die Devise der drei Unternehmen Luftseilbahnen Fiesch Eggishorn AG, Aletsch Riederalp Bahnen AG und Bettmeralp Bahnen AG vor bald vier Jahren. Die drei doch eher kleinen Skigebiete haben sich zu einem grösseren Skigebiet zusammengeschlossen. Besucher der „Aletsch Arena“ können sich seitdem mit einem einzigen Skiticket im ganzen Gebiet rund um Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp frei bewegen. Durch den Zusammenschluss können die jeweiligen Gebiete von den Vorteilen der anderen Gebiete profitieren: Die Bettmeralp behortet einen Funpark wie eine Halfpipe, auf der Riederalp wird täglich ein Airbag installiert und auf der Fiescheralp können die Gäste ihre Höchstgeschwindigkeit auf den Skiern wie auf dem Snowboard messen lassen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Heute steht die Bettmeralp im Fokus. Von Brig aus gelangt man mit dem Zug in etwas mehr als 20 Minuten zur Talstation in Betten, wo eine Seilbahn in das Skigebiet führt. Paare, Alleinstehende, Familien, Ruhesuchende oder Aktive – Die Bettmeralp findet für alle Menschen ein passendes Angebot an Aktivitäten. Abwechslungsreiche und breite Skipisten bieten den Gästen ein tolles Terrain, an welchem jeder Schneesportler Gefallen findet. Wer sich nicht gerne auf die Skipiste wagen möchte, findet diverse andere Angebote wie Schlittelpisten, diverse Schneeschuhtouren oder mehrere Winterwanderwege vor. Wer überhaupt nichts mit Schnee am Hut hat, findet im Wellnessbereich des „Hallenbad Bachtla“ seine Ruhe.
Auch für die kleinen Gäste wird bestens gesorgt: In der Skischule der Bettmeralp können die Kids mit ausgebildeten Schneesportlehrern erste Erfahrungen im Schnee machen und eine abwechslungs- sowie lehrreiche Woche geniessen.
Wie im Winter lohnt sich auch im Sommer ein Besuch der Bettmeralp auf jeden Fall. Neben diversen Bike-Trails und Kletterwänden werden auch etwas speziellere Aktivitäten wie Yoga-Stunden und Gletschertouren angeboten. Zudem befinden sich im Gebiet zahlreiche Wanderwege, die an der Aussicht auf das Tal wie auf die Berge kaum zu überbieten sind. Nicht zu vergessen sind auch natürliche Phänomene wie beispielsweise der Aletschgletscher oder der Bettmersee, die aus der Bettmeralp ein atemberaubendes Ferienparadies machen.

Zahlen und Fakten

  • jährlich 300 Sonnentage
  • 104 Pistenkilometer in der Aletscharena
  • „Schlittelweg Moosfluh – Bettmeralp“ mit 2.7km
  • 3 verschiedene Schneeschuhtouren
  • 40 Viertausender in der Umgebung
  • Auszeichnung „Best Ski Resort 2020“ in den Kategorien „Ruhe und Erholung“
  • Über 100km Biketrails in der Aletsch Arena

Wiederum haben wir mit einer Persönlichkeit gesprochen, die eine spezielle Beziehung zur Bettmeralp hat: Jonas Bohnet ist seit Jahren im Sommer Landschaftsgärtner und im Winter Schneesportlehrer auf der Bettmeralp. Er kennt die Bettmeralp in- und auswendig und hat uns ein paar Fragen bezüglich Touristen, Natur und CBD beantwortet.

Was zeichnet dein Heimatskigebiet aus? Wie grenzt es sich von anderen Skigebieten ab?

Jonas: Einerseits hat die Bettmeralp einen eher kleinen, aber feinen Funpark mit klein- bis mittelgrossen Kickern und einigen Rails. Perfekt also für Leute, die nicht über riesige Kicker springen, aber trotzdem diverse Tricks ausüben wollen. Zudem sind die Pisten auf der Bettmeralp extrem breit, wodurch sich die Leute jeweils sehr gut verteilen. In normalen Zeiten mag ich es zudem, mit meinen Freunden die verschiedenen Bars etwas unsicher zu machen.

Hattest du schon mit Verletzungen zu kämpfen?

Jonas: Gerade diesen Winter habe ich mir zwei Rippenbrüche zugezogen und fiel verletzungsbedingt einige Wochen aus. Neben diversen Verstauchungen und Prellungen bin ich bis anhin aber glücklicherweise von Verletzungen verschont geblieben.

Was machst du für dich, um mit deinem Körper mit der Natur im Einklang zu sein?

Jonas: Neben dem Skifahren an sich mag ich es, im Wald laufen zu gehen und einfach die Stille zu geniessen. Die Vögel zwitschern, die Bäume knacksen, und ich bin mittendrin, ohne Stress und ohne Sorgen. Ansonsten mag ich es, mit Freunden auf der Bettmeralp zu wandern oder zu biken. Manchmal nehmen wir auch die Angelruten zur Hand und versuchen, ein paar Fische aus dem Bettmersee zu holen. Seit fünf Jahren mache ich zudem mit einigen Freunden jährlich einen kleinen Funkpark in den „Breiten“. Wir gestalten einige Hindernisse mit Schaufeln und anderen Gegenständen und lassen unserer Fantasie freien Lauf.
Ich bin eigentlich das ganze Jahr vom Morgen bis zum Abend draussen: Im Sommer arbeite ich draussen als Landschaftsgärtner, im Winter ist die Aleltscharena mein „Büro“.

Wie empfindest du die Touristen in deinem Skigebiet?

Jonas: Die Touristen sind allgemein sehr freundlich. Jedes Jahr finden hauptsächlich Familien oder Paare den Weg auf die Bettmeralp. Dabei handelt es sich um Familien aus ganz Europa. Gerade bei den Deutschen und den Holländern ist die Bettmeralp sehr bekannt. Wenn Familien oder andere Gäste einmal oben bei uns sind, trifft man jene oft auch in den darauffolgenden Jahren wieder an.

Was wünschst du dir etwas mehr von Touristen/Leuten in deinem Skigebiet?

Jonas: Vor allem in der jetzigen Zeit, in der die Restaurants geschlossen sind und Essen nur über Take-Away angeboten wird, sieht man oft, dass an bestimmten Orten Müll rumliegt. Ich denke aber nicht, dass es sich hierbei nur Müll von Touristen handelt. Zudem finde ich auch, dass die Bettmeralp über zu wenige öffentliche Entsorgungsstellen verfügt. Ich denke, dass man dieses Problem also in den Griff bekommen könnte, wenn die Menschen etwas mehr mitdenken und die Bettmeralp, oder eben die jeweiligen Restaurants mehr Entsorgungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen würde.

Hast du Respekt vor der Entwicklung des Klimas und dem Skifahren?

Jonas: Schon nur der Fakt, dass anfangs März Temperaturen wie im April herrschen, zeigt, dass wir unbedingt handeln sollten. Ich habe meine Bedenken, ob wir eines Tages noch genug Schnee haben. Zudem habe ich schon gar keine Lust, mir das Szenario vorzustellen, eines Tages nur noch auf Kunstschnee zu fahren. Ich bin zudem ein grosser Fan vom Pulverschneefahren. Es wäre extrem schade, wenn das eines Tages nicht mehr möglich wäre.

Was tust du persönlich, um dem Klimawandel entgegen zu wirken?

Jonas: Ich habe mir vor kurzer Zeit ein E-Bike gekauft und probiere so gut es geht, mich ohne Auto fortzubewegen. Ich fände es toll, wenn allgemein mehr Menschen Fahrräder oder den öffentlichen Verkehr benutzen würden, um sich fortzubewegen.

Schon einmal CBD probiert?

Jonas: Gerade nach langen Tagen mit viel sportlicher Aktivität habe ich in letzter Zeit abends 3-4 Tropfen ZUYA HERO zu mir genommen. Ich habe gespürt, wie sich meine Muskeln abends schneller beruhigt und relativ schnell wieder angenehm angefühlt haben. Zudem habe ich jeweils gut geschlafen und bin am Morgen top erholt aufgewacht. Ich kann also sagen, dass das CBD einen positiven Effekt auf mich hatte und ich werde das ZUYA HERO sicherlich auch in Zukunft benutzen, um die Regeneration meines Körpers zu unterstützen.

Wie hältst du vom Zusammenschluss der Skigebiete Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp? Hast du auch negative Stimmen gehört?

Jonas: Ich habe bis anhin keine negativen Stimmen zum Zusammenschluss gehört. Zuvor musste man für jedes Gebiet ein einzelnes Skiticket haben. Nun kann man sich frei in der ganzen Aletscharena bewegen. Für uns Einheimische wie auch für unsere Gäste ist das natürlich toll, da man sich nun im ganzen Gebiet frei bewegen und von allen Attraktionen in den Gebieten Gebrauch machen kann.

Wie ist die Stimmung zwischen Skilehrern der verschiedenen Regionen in während der COVID-Situation?

Jonas: Gerade vor der Pandemie haben die Skilehrer der Riederalp uns oft auf der Bettmeralp besucht und wir hatten tolle Abende zusammen. Momentan ist das nicht möglich, da wir Skilehrer uns so wenig wie möglich mit anderen Leuten treffen, um uns, aber vor allem auch unsere Gäste nicht in Gefahr zu bringen. Ich hoffe, dass sich diese aussergewöhnliche Zeit bald dem Ende zuneigt und wir uns wieder vermehrt treffen können.

Im Sommer Landschaftsgärtner, im Winter Skilehrer. Was, wenn es auf der Bettmeralp eines Tages zu wenig Schnee hat? Glaubst du, dass das ein mögliches Szenario werden kann?

Jonas: Eigentlich will ich mir dieses Szenario gar nicht vorstellen. Leider wird es trotzdem immer wärmer und auch der Aletschgletscher wird sichtlich von Jahr zu Jahr immer kleiner. Es ist also höchste Zeit, den Klimawandel in den Griff zu bekommen, wenn wir eines Tages noch so viel Schnee haben wollen wie in der Vergangenheit bis jetzt…