„Autofrei, familienfreundlich und ein Traum für aktive Naturliebhaber sowie Ruhesuchende.“ Mit diesen Worten wird die Internetseite der Riederalp eingeleitet. Die Riederalp ist, wie die Bettmeralp und die Fiescheralp, ebenfalls Teil der vor einigen Jahren zusammengeschlossenen „Aletsch Arena“. Die Riederalp ist mit dem Gütesiegel „Family Destination“ ausgezeichnet, und das ist alles andere als überraschend: Jährlich finden hauptsächlich Familien aus der Schweiz wie Deutschland, Holland und Frankreich den Weg auf die nahe an Brig gelegene Riederalp. Gäste, die einmal da sind, sind oft auch in den darauffolgenden Jahren auf der Riederalp anzutreffen.

Ähnlich wie auf der Bettmeralp findet man auch auf der Riederalp eine praktisch endlose Liste an Aktivitäten und Ereignissen vor, die eine Woche Aufenthalt in Windeseile vorübergehen lassen. Gerade im Winter ist das Angebot gross: Auf den aktiven und sportlichen Gast warten über 100km an Skipisten in der ganzen Aletscharena verteilt. Neben diversen Ski- wie Schlittelpisten können auch verschiedenste Touren gebucht werden. Angeboten werden mehrere Winterwanderungen, abwechslungsreiche Schneeschuhtouren sowie Skitouren. Alle Touren werden jeweils von erfahrenen Personen begleitet und geführt, die sich jeweils in der Region sowie in ihrer Aktivität bestens auskennen. Ruhesuchende finden an vielen Orten ihre Ruhe an der frischen Luft mit Ausblick auf das umwerfende Panorama rund um den Aletschgletscher. Wie auf der Bettmeralp gibt es auch auf der Riederalp eine grosse Schneesportschule mit vielen jungen wie junggebliebenen Schneesportlehrern, bei denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene Ski- und Snowboardfahrkünste erlernen und verbessern können.

Auch im Sommer warten viele Aktivitäten an der frischen Bergluft auf die Besucher der Riederalp. Neben den vielen Wanderwegen und dem 18-löchigen Golfplatz wird auf der Riederalp viel Action angeboten: Adrenalinjunkies können mit Mountaincarts oder dem Mountainbike die dafür vorgesehenen Pisten herunterkrachen. Wer den ultimativen Ausblick über die gesamte Region geniessen will, kann mit einem Gleitschirm oder einem Deltasegler über die Landschaft mit dem Aletschgletscher schweben und so dem Gefühl von Freheit einen Schritt näherkommen.

David Albrecht ist Student an der Universität Genf, ein wahrer ZUYA-Fan und findet auf der Riederalp sein zweites Zuhause. Seit sieben Jahren unterrichtet er in der Schneesportschule Riederalp als Snowboardlehrer und bringt jährlich unzähligen Kindern das Snowboardfahren bei. Wir sind mit David in Kontakt getreten und hatten die Chance, ihm ein paar interessante Fragen zu stellen.

 

Was zeichnet dein Heimatskigebiet aus? Wie grenzt es sich von anderen Skigebieten ab?

David: Auf der Riederalp befindet man sich auf einem über 2000 m.ü.M. liegenden, autofreien Plateau mit 360 Grad Aussicht auf unzählige Berge und den Aletschgletscher. Es kommt einem vor, als befände man sich in einer ganz anderen Welt. Alle Wohngelegenheiten befinden sich direkt oder sehr nahe an den Pisten. Zudem ist die Riederalp dank ihrer Höhe relativ schneesicher. Der Zusammenschluss mit der Bettmeralp wie der Fiescheralp hat das Gebiet rund um die Pisten noch einmal um ein Vielfaches vergrössert und so auch verspielter gemacht.

Hattest du schon mit Verletzungen zu kämpfen?

David: Bis auf einen Schlüsselbeinbruch und einzelne kleine Prellungen hatte ich bis jetzt eigentlich Glück. *klopft auf Holz* Klar schmerzen einem manchmal die Knie, wenn man sich beispielsweise einen Monat täglich auf dem Snowboard befindet. Das ist aber dann halb so schlimm.

Was machst du für dich, um mit deinem Körper mit der Natur im Einklang zu sein?

David: Im Winter befinde ich mich praktisch durchgehend auf den Pisten im Aletschgebiet. Die ganze Atmosphäre ist extrem idyllisch. Zudem mag ich es, immer wieder neue Orte zu entdecken. Im Wallis oder in der Schweiz allgemein gibt es noch so manche verborgene Ecke, die ich noch gerne entdecken möchte. Meinen Körper halte ich zusätzlich mit praktisch täglichem Yoga und kalten Duschen im Gleichgewicht.

Wie empfindest du die Touristen in deinem Skigebiet?

David: Die Riederalp ist ein Familiengebiet. Im Winter wie auch im Sommer sind viele Schweizer Familien auf der Riederalp, man findet jedoch auch viele Familien aus den Niederlanden, Frankreich oder Deutschland vor. Durch diese grosse Anzahl an Familien ist es normalerweise sehr ruhig. Für eine Woche können diese Familien der Hektik des Alltags entfliehen und geniessen die Stille und die Ruhe oben bei uns.

Was wünschst du dir etwas mehr von Touristen/Leuten in deinem Skigebiet?

David: Von den Touristen eigentlich nicht, nein. Ich kenne durch die vielen Jahre viele Touristen, die jährlich den Weg auf die Riederalp finden. Das ist auch ein bisschen speziell. Ich könnte nicht explizit ein Beispiel nennen, was mich an den Touristen bei uns nervt oder was sie lieber unterlassen sollten.

Hast du Respekt vor der Entwicklung des Klimas und dem Skifahren?

David: Ja, auf jeden Fall. Ich sehe diese Entwicklung jährlich, wenn ich mit meinem Grossvater auf den Gletscher gehe, oder wenn er mir Bilder vom Aletschgletscher zeigt, die er vor vielen Jahren gemacht hat. Manchmal ist es erschreckend zu sehen, wie sich unsere Welt in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Vor einer Woche hatten wir Temperaturen wie im fortgeschrittenen Frühling, und von einem Tag auf den anderen meldet sich der Winter wieder zurück. Wir müssen unbedingt anfangen zu lernen, schonend mit unserer Welt umzugehen, bevor es zu spät ist und wir nicht mehr handeln können.

Was tust du persönlich, um dem Klimawandel entgegen zu wirken?

David: Ich versuche, in meinem kleinen Umfeld stets nachhaltig zu handeln. Ich vermeide seit einiger Zeit Reisen mit dem Flugzeug und versuche, stets den ÖV zu benutzen, um von A nach B zu gelangen. Zudem kaufe ich meine Kleider bewusster ein. Ich informiere mich über die Herkunft sowie die Art der Herstellung der Klamotten und versuche so gut es geht, meinen ökologischen Fussabdruck zu minimieren. Dasselbe gilt auch für meinen Nahrungsmittelkonsum.

Schon einmal CBD probiert?

David: Ich habe bereits einige Erfahrungen mit dem Öl ZUYA ZERO gemacht und bin positiv gestimmt. Nach ereignisreichen und strengen Tagen habe ich stets 3-4 Tropfen zu mir genommen. Ich finde es gut, dass die Pflanze Cannabis mittlerweile ohne den „Highmacher“ THC verfügbar ist und dass wir Menschen von den vielen Facetten der Pflanze profitieren können. Ich denke, dass das Bild der Pflanze in der Gesellschaft noch etwas verfälscht und negativ widergegeben wird. Das wird sich in naher Zukunft jedoch sicherlich ändern.

Wie siehst du die Zukunft der Aletschregion, wenn die Skigebiete schliessen müssen aufgrund des Schneemangels?

David: Bevor wir in der Aletschregion zu wenig Schnee haben, sind bestimmt viele andere Gebiete vom schon vom Schneemangel betroffen, da wir uns auf einer guten Höhe befinden. Den Gedanken muss man sich jedoch durchaus machen. Die Aletscharena steht jedoch auch im Sommer auf guten Beinen mit vielen interessanten wie abwechslungsreichen Aktivitäten. Bestimmt wäre es extrem Schade, nicht mehr Snowboardfahren zu können. Wir haben es jedoch selber in den Händen und werden diese Hürde des Klimawandels hoffentlich erfolgreich meistern.

Wie war der Winter in der Skischule dieses Jahr? Waren trotzdem viele Gäste auf der Riederalp?

David: Am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig. Man musste sich etwas an die ganzen neuen Gegebenheiten gewöhnen und anpassen. Schlussendlich können wir aber sicherlich auf einen guten Winter zurückblicken, den Umständen entsprechend natürlich. In der Schneesportschule ging uns die Arbeit praktisch nie aus.

Wo siehst du Verbesserungspotential in deinem Skigebiet?

David: Jetzt muss ich aufpassen, was ich sage… *lacht* Verbesserungspotential gibt es eigentlich ja überall. Was mir persönlich noch fehlt ist ein kleiner Funpark bei uns auf der Riederalp. Zudem würde ich mir den Zusammenschluss mit Bellwald wünschen, um das Gebiet noch einmal um ein paar Pisten zu vergrössern. Alles in allem bin ich aber beinahe wunschlos glücklich.