Adelboden im Berner Oberland – ein El Dorado für Ski Liebhaber

„Weni numme wüsst wo z vogellisi wär…“ Eine Schweizer Mundart Lied, das Land auf Land ab bekannt und das Markenzeichen einer ganzen Region geworden ist: Adelboden liegt im Westen des Berner Oberlands und ist jährlich für ein Wochenende im Mittelpunkt der Alpinen Skiwelt. Adelboden ist eine der Weltcupdestinationen von FIS Ski. Jedes Jahr befahren die besten Skirennfahrer der Welt das „Chuenisbärgli“, einen Berg, der Austragungsort des Rennens des Alpinen Skiweltcups ist. Leute aus der ganzen Schweiz sowie dem Ausland finden jedes Jahr den Weg nach Adelboden, um dieses Spektakel miterleben zu können.

Adelboden-Lenk ist eine der grössten und attraktivsten Skiregionen in der ganzen Schweiz. Ski- und Snowboardbegeisterte werden auf über 200 Pistenkilometer, welche zum Teil auch international ausgezeichnet sind, auf keinen Fall enttäuscht. Die Skiregion besteht aus diversen Teilgebieten. Im Bereich Hahnenmoos entsteht zudem jedes Jahr der sogenannte „Gran Masta Park“. Der Gran Masta Park ist ein Paradies für alle Freestyle-Begeisterten und mit diversen Rails und Jumps geeignet für Einsteiger wie auch für Profis. Der Snowpark zählt zu den besten in den Alpen und ist seit Jahren ein Treffpunkt für Freestyler aus der ganzen Schweiz wie auch aus ganz Europa. Neben dem Skifahren warten auf den abenteuerlustigen Besucher noch andere Angebote wie viele verschiedene Langlaufloipen, diverse Winterwanderwege, organisierte Schneeschuhtouren oder vielerlei Schlittelpisten. Falls das Wetter einmal nicht mitspielen sollte, bietet die Region Unmengen an Alternativen an, um sich zu vergnügen: Bowling-Bahnen, diverse Wellnessangebote, einen Escape-Room, eine Schlittschuhbahn sowie eine Kletterhalle für Gross und Klein.

Wer die Region Adelboden-Lenk im Sommer aufsucht, kann ebenfalls von vielen ereignisreichen Angeboten Gebrauch machen. Die Region behortet diverse Klettersteige, ein reizvolles Sommerbouldergebiet sowie eine sogenannte „Alpin-Schule“, in welcher jedes Wochenende verschiedene Aktivitäten geplant und organisiert werden. Neben Unmengen an Bike-Trails, die per Mountainbike befahren werden können, gibt es im „Trottiland Adelboden“ sieben verschiedene Strecken, die für das Trottinett geeignet sind. Seit Juni 2020 existiert zudem die „Skills Area Nevada“, die aus einem Pumptrack von 600m2 sowie einer kurzen Jump Line mit drei Sprüngen. Die Anlage ist zudem kostenlos und öffentlich.

Adelboden Interview mit Loris Burn

Auch in Adelboden haben wir mit Loris Burn einen ZUYA-Fan, der sich bestens mit dem Gebiet auskennt und im Winter selber im Gran Masta Park arbeitete. Loris ist ein begnadeter Ski-Freestyler und hat sich dazu entschieden, uns ein paar Fragen zu beantworten.

Was zeichnet dein Heimatskigebiet aus? Wie grenzt es sich von anderen Skigebieten ab?

Loris: Sicherlich ist da zuerst einmal der Weltcup zu erwähnen, der jährlich eine riesige Attraktion ist und viele Leute in Feierlaune versetzt. Zudem gibt es in Adelboden keinen Tag, an welchem die Pisten nicht einwandfrei präpariert sind. Viele Leute sind freundlich und gut drauf. Das gefällt mir. Mit dem grossen und professionell gestalteten Snowpark grenzen wir uns ebenfalls von den meisten Gebieten ab. Die ganze Crew arbeitet jeden Tag hart, um den Besuchern jeden Tag beste Verhältnisse zu bieten.

Hattest du schon mit Verletzungen zu kämpfen?

Loris: Bis anhin war ich bezüglich Verletzungen sehr glücklich. Ich hatte keine tragischen oder verheerenden Unfälle. Klar hatte ich hie und da eine Hirnerschütterung oder die eine oder andere Prellung. Das waren aber jeweils relativ kurze Sachen, die dann auch schnell wieder in Ordnung waren.

Was machst du für dich, um mit deinem Körper mit der Natur im Einklang zu sein?

Loris: Ich finde, dass Erholung generell ein sehr wichtiges Thema ist. Es ist wichtig, dass man sich gelegentlich Auszeiten nimmt, um sich bewusst erholen zu können. Dazu bin ich gerne draussen, und besonders im Wald unterwegs, um dort immer wieder frische Energie zu tanken und meine Energiespeicher neu aufzufüllen.

Loris Burn über Tourismus im Adelboden-Skigebiet

Loris: Ehrlich gesagt ganz unterschiedlich. Oftmals nerven mich die Touristen, da viele sehr egoistisch denken und nicht zur Seite schauen. Mich regen vor allem jene auf, die ihr Können auf den Skiern nicht richtig einschätzen können, was zu sehr gefährlichen Situationen führen kann. Andererseits ist es schon auch nice, dass so viele Leute jährlich den Weg nach Adelboden finden und dass ein gewisses Interesse da ist.

Was wünschst du dir etwas mehr von Touristen/Leuten in deinem Skigebiet?

Loris: Viele Touristen oder allgemein Besucher sollten sich mehr im Verhältnis ihrer Fähigkeiten verhalten. Ich habe im Winter im Gran Masta Park gearbeitet und bin schon ab und zu beispielsweise Familien mit Kindern begegnet, die im Snowpark waren, die aber die Regeln nicht kannten und beispielsweise mitten in den Landungen angehalten sind. Da wünschte ich mir, dass jene Leute mehr auf die Mitarbeiter des Parks hören würden und auch machen, was jene sagen. Solche Angelegenheiten können sehr schnell gefährlich werden, wenn man sich nicht auskennt.

Kilmawandel und Skifahren in Adelboden

Hast du Respekt vor der Entwicklung des Klimas und dem Skifahren?

Loris: Ja, davor habe ich schon Respekt. Kurzfristig habe ich keine Angst bezüglich den Schneeverhältnissen im Winter. Der Sommer dagegen ist jetzt schon krass. Der Sommer wird jedes Jahr heisser, und gefühlt ist das praktisch allen scheissegal. Es ist zwar ein Thema, das besprochen wird, und doch ist es für die meisten Menschen zu viel Aufwand, schon nur etwas Kleines dagegen zu tun. Das ist sehr schade. Langfristig gesehen wird diese Entwicklung auch Folgen für den Winter mit sich bringen. Ich befürchte, dass unsere Saisons dann immer kürzer werden und im Endeffekt nicht mehr rentieren, und jeder sollte wissen, was mit Anlagen oder Unternehmen passiert, die nicht mehr rentieren.

Was tust du persönlich, um dem Klimawandel entgegen zu wirken?

Loris: Grundsätzlich bin ich nur mit dem ÖV unterwegs, es sei denn es gibt wirklich keinen anderen Weg. Meistens ist das aber nicht der Fall. Zudem versuchen wir auch im Park, nur wenn es wirklich nötig ist mit dem Bully unterwegs zu sein und die zu fahrenden Strecken zu minimieren. Ausserdem versuche ich stets, meine Freunde zu motivieren, mehr den ÖV zu nutzen und nicht für jede kleine Strecke ins Auto zu steigen.

Freestyle-Sport in Adelboden – Solo und als Teil von The Sqad

Wie bist du zum Freestylesport gekommen?

Loris: Ich bin damals lange Alpin gefahren, was mit aber mit der Zeit keinen Spass mehr bereitet hat. Der Alpine Skisport ist ein sehr steifer Sport mit einem Start und einem Ziel, bei welchem der Weg praktisch immer gleich ist. Im Freestylesport gibt es keine Regeln. Ich war dann mit meinen Kollegen viel im Park, um diverse Sachen auszuprobieren, den Gedanken freien Lauf zu lassen und so sind wir dann zusammen eigentlich da reingerutscht. Viele aus meinem Umfeld haben auch gerade zur selben Zeit begonnen, sich für den Freestylesport zu begeistern. Das war schon cool. Ich bin dann auch an diversen Wettkämpfen mitgefahren. Das hat am Anfang auch noch Spass gemacht, vor allem die kleinen regionalen Wettkämpfe. Europacup war auch noch gut, beim Weltcup war mir das alles dann wieder zu steif. Weltcups sind verbunden mit sehr viel Druck, was mir dann wieder nicht gefallen hat.

The Sqad: Wie ist es dazu gekommen?

Loris: The Sqad ist eine Gruppe mit allen Kollegen, mit denen ich damals gleichzeitig den Freestylesport gestartet habe. Es gab parallel dann auch eine Gruppe von Gstaad, welche das gleiche gemacht hat wie wir und die wir dadurch dann kennengelernt haben. Mit diesen Jungs waren wir auch oft unterwegs, und es ist bis heute so geblieben. Daraus ist mittlerweile ein grosser Freundeskreis entstanden, in dem wir machen, worauf wir Lust haben. Wir gehen in den Park, nehmen ein paar Clips auf und laden jene dann hoch, so einfach ist das.

Wie aufwendig ist die Produktion der Clips, die du regelmässig hochlädst?

Loris: Es kommt immer ein bisschen drauf an, das kann sehr unterschiedlich sein. Es gibt Tage, an denen wir mit den Skiern unterwegs sind und gelegentlich ein paar Aufnahmen machen, die wir abends zusammenschneiden und dann direkt hochladen. Das ist normalerweise ein Aufwand von ein bis zwei Stunden. Wir machen ab und an aber auch andere Projekte, für welche wir uns mehr Zeit nehmen, diverse Dinge planen und organisieren. Das kommt auch vor. Auch in diesen Projekten hält sich der Aufwand aber normalerweise in Grenzen. Es muss einfach Spass machen.

Die Perspektive des Wintertourismus in Adelboden

Siehst du auch Verbesserungsmöglichkeiten des Wintertourismus in Adelboden?

Loris: Ja, eigentlich schon viele. Das Skigebiet an sich ist praktisch perfekt, man könnte es vielleicht noch durch eine neue Bahn ergänzen, das ist aber jammern auf hohem Niveau. Generell muss aber mehr Alternativprogramm her, vor allem für die Jugendlichen. Wenn du keine Leute kennst und nicht weisst, wo du abends hingehen kannst, ist das Nachtleben in Adelboden sehr unspektakulär. Die Einheimischen müssen generell offener sowie lockerer werden. Die Mentalität von einem Bergdorf ist meiner Meinung nach noch zu sehr verbreitet. Es ist Zeit, dass etwas für die Jugend getan wird. Das Potential wäre da, gemacht wird aber leider wenig, was ich sehr schade finde. Mal sehen was die Zukunft bringt.

Schon einmal CBD probiert?

Loris: Ja, ich habe in der letzten Zeit regelmässig das ZUYA ZERO zu mir genommen. Ich habe nach langen Tagen auf den Skiern oftmals 4-5 Tropfen genommen und muss sagen, dass es mir gut geholfen hat, um eine Zeit lang abschalten zu können.  Bei mir ist es oft so, dass ich oftmals Phasen habe, in denen ich für eine gewisse Zeit jeden Tag auf den Skiern bin. Da ist es wichtig, abends jeweils auch im Kopf abschalten zu können. Dabei hat mir das ZUYA ZERO gut geholfen. Ich fand es nice und konnte damit gut runterfahren.