Endlich zeigen sich die ersten Sonnenstrahlen und die Temperaturen klettern. Mit Beginn der schönen Jahreszeit wird auch die Outdoor-Saison für Mensch und Tier eingeläutet. Raus in den Garten oder ab auf den Balkon. Zum perfekten Ambiente der Wohlfühloase gehören für die meisten auch Pflanzen, Blumen und Co. dazu. Aber was, wenn man nun einen Stubentiger hat, der sich neugierig gerne dem Grün widmet und oftmals an den Pflanzen zu knabbern beginnt? Viele Katzenbesitzer, so vielleicht auch du, wissen, dass manche Balkon- und Gartenpflanzen giftig für die Vierbeiner sind. Dennoch herrscht viel Unsicherheit bei der richtigen Pflanzenwahl. Wir beschäftigen uns daher im heutigen Beitrag mit der Frage, welche ungiftigen Balkonpflanzen für Katzen es gibt, die du unbesorgt auf dem Balkon oder im Garten pflanzen kannst.

Warum auf ungiftige Balkonpflanzen achten?

Katzen sind neugierig. Sie erforschen jeden Winkel, quetschen sich in nahezu in jede Lücke, um zu schauen, was sie dort vielleicht finden können und machen dabei auch keinen Halt vor Balkonpflanzen, die sie mit Vorliebe anknabbern. Solange eine Pflanze für Katzen ungiftig ist, ist das kein Problem. Leider gilt das nicht für alle und so kann der „Katzensnack“ schnell zu einem gesundheitlichen Problem werden. Wichtig ist es daher, sich im Vorfeld genau zu informieren, welches Grün auch für Katzen verträglich ist, sollte der Stubentiger einmal naschen wollen.

Wusstest du? Auch Langeweile, Unterforderung oder zu wenig Bewegung können für ein solches Verhalten verantwortlich sein. Biete deiner Katze daher beim Spielen und Toben viel Abwechslung und sorge für möglichst viel Platz sowie Auslauf.

Wie unterteilt man giftige und ungiftige Balkonpflanzen für Katzen?

Nicht alle Pflanzen sind im gleichen Maße für Katzen giftig. Es gibt Arten, die bereits bei einer geringen Menge lebensbedrohliche Vergiftungssymptome hervorrufen. Andere wiederum sind nur schwach giftig und werden erst bei größerem Konsum zu einem Problem. Sinnvoll bei der Wahl von ungiftigen Balkonpflanzen für Katzen ist es daher, diese in Pflanzen zu unterteilen, die geknabbert werden dürfen und Pflanzen, die rein zu Dekorationszwecken dienen, grundsätzlich aber ebenso ungiftig sind. Letztere machen also beim Verzehr keine Schwierigkeiten, ein regelmäßiger Konsum sollte dennoch vermieden werden. An weichblättrigen Knabberpflanzen hingegen kann die Katze bedenkenlos zugreifen.

Manchmal sind es darüber hinaus nicht nur die Pflanzen selbst, die eine Vergiftung hervorrufen können. Auch Pflanzenschutzmittel, mit denen eine Pflanze behandelt wurde, können eine mögliche Gefahrenquelle sein.

Woran lässt sich eine Vergiftung erkennen?

Eine Vergiftung nach dem Verzehr einer giftigen Pflanze zeigt sich mit folgenden Symptomen:

  • Zittern
  • Erbrechen
  • Taumeln
  • Speicheln

In diesem Fall heißt es sofort einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen und am besten einen Teil der geknabberten Pflanze zur Identifikation mitnehmen. Aber auch Pflanzen, die nicht sofort Vergiftungssymptome zeigen, können giftig sein. Hier wird der regelmäßige „Genuss“ erst im Laufe der Zeit zu einem gesundheitlichen Problem.

Das sind ungiftige Pflanzen für Katzen

Damit du dich diesen Frühling und Sommer nicht ständig fragen musst, welche ungiftigen Balkonpflanzen es für Katzen gibt, haben wir dir nachfolgend einige Gewächse zusammengestellt, die du sorgenfrei anpflanzen kannst. So stellt der Balkon oder Garten keine Gefahr mehr für Stubentiger dar.

Solltest du einmal unsicher sein, gibt es einige Merkmale, anhand derer du erkennen kannst, welche Pflanzen für Katzen giftig sind:

  • stark duftende Pflanzen
  • Gewächse mit ätherischen Ölen
  • Blumen und Blüten mit Knollen/Zwiebeln
  • Blätter und Zweige mit Pflanzenmilch

Bedenke: Vor allem grasähnliche Sorten werden von Katzen zum Knabbern bevorzugt. Zudem können ebenso scharfkantige Blätter gefährlich werden, denn diese lösen schnell innere Verletzungen aus.

Katzengras und Katzenminze

Der Klassiker für Katzen und eine garantiert ungiftige Balkonpflanze ist das Katzengras oder die Katzenminze. Hier können Stubentiger nach Herzenslust losknabbern. Ideal geeignet sind dazu zum Beispiel Weizenkeimgras, aber auch Roggen, Gerste oder Hafer. Dabei ist die eigene Züchtung der ungiftigen Balkonpflanzen mehr als einfach und gleichzeitig frei von Bioziden und Pestiziden. Katzengras bekommst du in gut sortierten Tier- oder Zoofachgeschäften. Tipp: Als Knabberpflanze geeignet und zeitgleich noch besonders dekorativ ist das sogenannte Katzengamander, das von Frühjahr bis Sommer dunkelrosa Blüten treibt. Die mehrjährige immergrüne Pflanze besitzt ein angenehmes Aroma und ist damit für Katzen eine besondere Köstlichkeit. Blattform und der Wusch der ungiftigen Balkonpflanze erinnert an Thymian.

Weitere ungiftig Pflanzen für Katzen

Zudem kannst du die nachfolgenden Gewächse bedenkenlos aufstellen, jedoch solltest du darauf achten, dass sich deine Katze nicht regelmäßig über die scheinbaren Leckerbissen hermacht:

  • Bambus
  • Baldrian
  • Geldbaum
  • Kapuzinerkresse
  • Feldthymian
  • Blaues Lieschen
  • Fuchsien
  • Glockenblume
  • Grünlilien
  • Hahnenkamm
  • Kornblume
  • Kussmäulchen
  • Lavendel
  • Margeriten
  • Melisse
  • Palmen
  • Pantoffelblume
  • Ringelblume
  • Rosen
  • Schamblumen
  • Schönmalve
  • Studentenblumen
  • Tapirblume
  • Tillandsien
  • Veilchen
  • Ysop
  • Zimmertanne

Achtung: Eine 100 % Garantie gibt es nie!

Wie macht man einen Haushalt sicher vor giftigen Pflanzen?

Wichtig ist es, dass die jeweilige Pflanze genau zugeordnet werden kann. Solltest du dir bei der Wahl unsicher sein, so wende dich an einen Experten oder entscheide dich für eine andere Pflanze, bei der du sicher bist. Hast du eine stark giftige Pflanze für Katzen in einem Haushalt identifiziert, solltest du diese entweder aussortieren, verschenken oder an einem geschlossenen Ort platzieren, zu dem deine Katze keinen Zugang hat. Beobachte deinen Stubentiger und schauen, wo seinen Vorlieben beim Knabbern liegen. Biete in jedem Fall eine Alternativ zum Knabbern an. Ideal geeignet sind ungiftige Dekopflanzen, wie zum Beispiel Katzengras. Sollte eine Katze vor allem aus Langeweile das Knabbern beginnen, solltest du für mehr Abwechslung und Beschäftigung sorgen. Mit unseren Tipps kannst du dir nun eine katzensichere Balkon- und Gartenbepflanzung zusammenstellen und mit den ungiftigen Balkonpflanzen für Katzen die Sommersaison beruhigt eröffnen.