Körperlich betont und temporeich – Handball ist eine Sportart, die polarisiert. In der Öffentlichkeit zählt Handball jedoch nicht zu den „Big Players“, wie beispielsweise die Sportarten Fussball oder Basketball. In der Schweiz gehört die Sportart eher zu den Randsportarten und wird nur teilweise gefördert, lukrative Profiligen existieren keine. Rebecca Wyer entdeckte ihre Liebe zum besagten Ballsport beim KTV Visp, dem einzigen Handballclub im Oberwallis; mittlerweile hat sie schon mehrere Stationen in der Schweiz hinter sich. Hier beantwortet sie uns ein paar spannende Fragen zu dieser körperbetonten Sportart.

 

Wie lange spielst du schon Handball?

Rebecca: Ich spiele seit der zweiten Primarklasse Handball. Der KTV Visp war die einzige Anlaufstelle im Oberwallis für Jugendliche, die diesen Ballsport ausprobieren und praktizieren wollten. Mit der Ausnahme einzelner weiterer Handballklubs im Unterwallis ist das Wallis allgemein eher ein exotisches Gebiet für den Handballsport.

 

Wo spielst du momentan?

Momentan spiele ich in der Ostschweiz beim HV Olten in der zweithöchsten Frauenliga der Schweiz, der „Spar Premium League 2“. Wenn man sich niveaumässig etwas höher versuchen will, bleibt einem leider nichts anderes übrig, als das Oberwallis zu verlassen.

 

Grösste Herausforderungen deiner Karriere bis anhin?

Im Jahr 2013 hatte ich im Alter von 16 Jahren einen doppelten Bandscheibenvorfall, von welchem ich mich aber sehr gut erholt habe. Danach blieb ich eine Zeit lang verschont von schlimmeren Verletzungen, bis ich mir 2017 das Kreuzband gerissen habe. Wiederum eine Verletzung, die bis zur vollständigen Heilung neun Monate und unzählige schmerzhafte und zeitintensive Behandlungen in Anspruch nimmt.

Im Rückblick auf meine Verletzungen würde ich sagen, dass meine persönlich grössten Herausforderungen jeweils darin bestanden, von schweren Verletzungen wieder zurückzukommen und auch danach dieselben Leistungen wieder abrufen zu können.

 

Du hattest auch schon einige Mannschaftswechsel: Wie ist es, als Spielerin in eine neue Mannschaft zu kommen?

Grundsätzlich ist der Anfang in einem neuen Team immer etwas speziell, da man sich zuerst an die neue Taktik wie auch an die neuen Mitspielerinnen gewöhnen muss. Interne Absprachen sowie Timing-Angelegenheiten müssen zuerst eingespielt werden und klappen nicht direkt auf Anhieb. Das ist aber normal. Meine Mannschaftskolleginnen haben mir den Einstand im Team jeweils mit einer gastfreundschaftlichen und liebevollen Art extrem vereinfacht.

 

Wie lange war der Traum vom professionellen Handballerleben real?

Der Traum vom professionellen Handballerleben war für mich eigentlich zu keinem Zeitpunkt real. Neben der deutschen Handball Frauen Bundesliga gibt es auch in Ungarn eine gut bezahlte Profiliga. Diese Ligen sind jedoch sehr rar und der Konkurrenzkampf ist riesig. In der Schweiz ist der Frauenhandball leider zu wenig populär, um davon leben zu können.

 

Wie (schwer/einfach) ist es, Schule und Sport zusammen unter einen Hut zu bringen?

Ich hatte das Glück, die Sportschule der Orientierungsschule in Visp sowie die Sportschule im Kollegium Spiritus Sanctus in Brig besuchen zu dürfen. Dank dieser Möglichkeiten hatte ich nie wirklich Probleme, die Schule und den Sport unter einen Hut zu bringen. Auch jetzt im Studium kann ich die Vorlesungen flexibel mit meinem Trainingsplan vereinbaren.

 

Wie gross muss die Selbstdisziplin sein, um Schule und Sport unter einen Hut zu bringen?

Ich denke, dass eine gewisse Selbstdisziplin sicher nötig ist. Durch die Möglichkeit, mehrere Sportschulen zu besuchen, musste ich aber nie übermässig in meiner Freizeit Zeit aufwenden und auf Sachen verzichten. Dafür bin ich auch sehr dankbar.

 

Deine Meinung zu CBD?

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit ZUYA ZERO gemacht. Es half mir, Verspannungen vorzubeugen und mich auch nach strengen Trainingseinheiten entspannen zu können. Die Regeneration ist im Handball eine essenzielle Sache. Schwere Beine und eine schlechte Regeneration sind ein grosser Nachteil in einem schnellen Sport. ZUYA ZERO hat mir geholfen, «schwere Beine» zu verhindern und stets gut regeneriert die nächste Einheit in Angriff zu nehmen.

 

Wie sieht es mit deinen zukünftigen Zielen aus?

Mein Saisonziel ist es sicherlich, mit meinem Verein den Aufstieg in die „Spar Premium League 1“ zu erreichen. Ausserdem verfolge ich stets das Ziel, mich andauernd weiterentwickeln zu können und Spass am Handball zu haben. Der Spass und die Freude standen bei mir schon immer im Vordergrund.